Grüne fordern mehr Betreuung für Kinder

Grüne fordern mehr Betreuung für Kinder
27.03.2012 – ALLENDORF/LDA
Zuckermann: Den Ausbau nicht nur als Kostenfaktor sehen
(red). Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Allendorfer Stadtparlament stellen einen Antrag zur Betreuungssituation in Allendorfer Kindergärten und dem Ausbau der aktuellen und zukünftigen U 3-Betreuung in den institutionellen Einrichtungen. Der Magistrat soll die Stadtverordneten zum aktuellen Betreuungsstand informieren.
Insgesamt wollen die Allendorfer Grünen auf Chancen hinweisen, die man sich nicht verbauen sollte. Wissenschaftlich ist der positive Nutzen einer gut ausgebauten und qualitativ hochwertigen Kinderbetreuung schon lange durch internationale und nationale Studien bewiesen. In der kommunalpolitischen Diskussion schlagen sich aber in den Haushaltsverhandlungen die zunächst hohen Kosten nieder, mit denen die Stadt bei der derzeitigen Finanzausstattung und chronisch klammer Kasse auch unbestritten zu kämpfen hat, analysierte für die Bündnisgrünen in einer Erklärung Christian Zuckermann.
Wenn von Investitionen in den Standort Allendorf/Lda. die Rede sei, sollte man allerdings nicht nur über den Erhalt der Bürgerhäuser, den Ausbau von Sportlerheimen und dem Ausbau des Hochgeschwindigkeitskabels reden. Denn was nutzen diese, wenn die Menschen fehlen, die sie nutzen. Einseitig auf diese klassischen Standortfaktoren zu setzen, sei eine politische und wirtschaftliche Sackgasse.
Um den Standort Allendorf für Familien attraktiv zu gestalten, sollte sowohl die Qualität von Kinderbetreuung und Bildung als auch die Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine stärkere Rolle spielen. Denn Kinderbetreuung ist die Voraussetzung, um überhaupt wieder in den Beruf einsteigen zu können, insbesondere für Mütter. Wenn diese elementare Voraussetzung zum Beispiel in Form einer Ganztagsbetreuung nicht gewährleistet ist, spiele das in den Familien natürlich eine Rolle bei der Wahl des Wohnortes.
Eine gute Familien- und Bildungspolitik fördere den Standort Allendorf/ Lda. Für die betreffenden Familien bedeute quantitative und qualitativ hochwertige institutionelle Kinderbetreuung spürbar Lebensqualität, Planungssicherheit und Entlastung. Allendorf/Lda sollte sich hier den Entwicklungen im Landkreis dringend anpassen und endlich beginnen, Kinderbetreuung nicht nur als Kostenfaktor zu behandeln, sondern die Möglichkeiten, die sich hieraus ergeben, nutzen und den Wettbewerb um den Zuzug von Familien und neuen Mitbürgern schnell aufnehmen.

Quelle Gießener Anzeiger vom 27.03.2012

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1 Kommentar

  1. C. Poß

    Sehr schöner Ansatz, leider von diesen “Bemühungen” nichts zu sehen. Der Elternbeirat kämpft seit Jahren für eine Sanierung des Kindergartens Allendorf und immer wieder heißt es “kein Geld” da. Der “Träger” dies Kiga hält sich auch mehr im Hintergrund und sitzt die notwendigen Maßnahmen ab. Endlich wird jetzt nach Jahren die sanitären Einrichtungen des Kiga saniert, was nur ein Teil der notwendigen Sanierungsarbeiten ist. Aber nur aufgrund der Hartnäckigkeit des Elternbeirats werden die Arbeiten jetzt durchgeführt. Von Träger oder Stadtverordneten nichts zu spüren.
    Bei länger Öffnungszeiten, wird immer mit dem Argument “keine Bedarf” abgelehnt, “pro forma” Befragungen der Eltern die ihre Kinder bereits im Kiga haben werden durchgeführt. Die Eltern die ihre Kinder gar nicht nach Allendorf, wegen der schlechten Öffnungszeiten geben, werden gar nicht gefragt.
    Und kommen die Kinder im die Schule, geht’s weiter Betreuungsangebot bis 15:00 Uhr, was ist mit den Eltern die arbeiten müssen???? Eine Witz.

    Allendorf wird immer älter, junge Familien kann man so nicht locken. Allendorf muss Kinderfreundlicher werden und in der Kiga- und Schulbetreuung fängt es an.

    Manchmal muss man auch unangenehme Wege gehen, um glaubhaft zu bleiben!!!!

    Von Grün erwarte ich mehr!!!!!!

    C. Poß