Blitzersäule Treiser Straße

Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Ortsverband Allendorf237036logo_weiss1

Totenhäuser Weg 20

35469 Allendorf Lumda)

An den Stadtverordnetenvorsteher

Thomas Benz

Bahnhofstraße 14

35469 Allendorf (Lumda)                                                      Allendorf, den 18.04.2016

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher,
wir bitten Sie folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten

Stadtverordnetenversammlung zu setzen und zur weiteren Bearbeitung in den

Haupt- und Finanzausschuss zu verweisen. Dieser soll die Gelegenheit haben, frühzeitig Einfluss auf das Thema der Verkehrsüberwachung zu nehmen, insbesondere was die Einhaltung der Geschwindigkeiten, Belastung der Bürger und Verbesserung der Sicherheit und Wohnqualität anbelangt unter Berücksichtigung der zu erwartenden Auswirkungen auf den Haushalt.

Die Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN in der Stadtverordnetenversammlung von Allendorf (Lumda) beantragt:

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Allendorf (Lumda) möge beschließen:

1.     Die Verwaltung wird beauftragt in der Treiser Straße zeitnah eine Blitzersäule zu installieren.

2.     Die Verwaltung wird weiterhin beauftragt ein wirksames Konzept zur Überwachung des ruhenden und fließenden Verkehrs in der Treiser Straße, Londorfer Straße und Bleichstraße zu erarbeiten, in dem die Blitzersäule als ein Bestandteil zu betrachten ist. Dieses Konzept soll u.a. die Prüfung und Bewertung der Beteiligung an den Verkehrsüberwachungskonzepten der Gemeinden Staufenberg, Wettenberg und Rabenau enthalten. Mit der Verkehrsbehörde Hessen Mobil ist abzuklären welche Maßnahmen umgesetzt werden können.

Der Magistrat wird beauftragt, alle erforderlichen Schritte und alle nötigen Maßnahmen einzuleiten, damit die Blitzersäule zeitnah installiert werden kann.
Hinweis 1.): Durch die Installation der Blitzersäule in der Treiser Straße ist mit vermehrtem Verkehrsaufkommen in der Bleichstraße (wird bereits jetzt als Abkürzung und Umgehung der Ampelanlage genutzt) zu rechnen, deshalb ist die Bleichstraße unbedingt mit in das Verkehrsüberwachungskonzept einzubeziehen.

Hinweis 2.): Von der Stadt Staufenberg kann die Verwaltung genaue Informationen über die erforderlichen Maßnahmen für eine Aufstellung einer Blitzersäule bekommen.

Begründung:

Die Nichteinhaltung von Geschwindigkeitsvorgaben bewirkt höhere Umweltbelastungen und beeinträchtigt die städtische Lebens- und Aufenthaltsqualität sowie die Verkehrssicherheit.

Die Treiser bzw. Londorfer Straße ist vorwiegend durch Wohngebäude gesäumt.

Die bestehende Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h für LKW und PKW wird nicht ernst genommen. Viele der darin liegenden Wohnungen verfügen lediglich über zur Straßenseite gelegene Fenster. Auch liegen zahlreiche Schlafräume auf der Straßenseite. Diese sensible Wohnnutzung wird durch den starken Verkehrslärm tagsüber und (vor allem) nachts in unzumutbarer Weise gestört.

Zu der extrem starken Lärmbelastung trägt insbesondere bei, dass die Straßenoberfläche stark beschädigt ist. Die Straße wird in besonderem Maße auch von schwerem Lkws in der Nacht genutzt.

Seit Einführung der Lkw-Maut auf Autobahnen hat sich der Verkehr in der Treiser und Londorfer Straße spürbar erhöht. Sehr viele Speditionen wollen sich offenbar die Mautgebühr von zwölf Cent pro Kilometer sparen und weisen deshalb ihre Fahrer zum Ausweichen auf kostenfreie Straßen an. (A 5 Abfahrt Grünberg zum Gießener Ring Richtung Dortmund usw.,)

Die starke Belastung durch den Verkehrslärm lässt bei geöffneten Fenstern keine normale Unterhaltung in den an der Treiser und Londorfer Straße gelegenen Wohnräumen mehr zu.

Besonders gravierend sind die massiven Schlafstörungen, die Anwohner durch den nächtlichen Verkehrslärm Nacht für Nacht erleiden.

Schon im Jahr 2014 wurde der Stadtverwaltung eine entsprechende Unterschriftenliste mit über 65 Unterschriften von betroffenen Allendorfer Bürgern der Treiser Straße übergeben.

Eine Blitzerzsäule in der Treiser Straße würde zur Beruhigung und Reduzierung der Geschwindigkeiten beitragen, weiterhin könnten dadurch erhebliche Geldmittel für den städtischen Haushalt generiert werden.

Fahrzeuge, die durch den Ortsteil Treis fahren, fahren in der Regel auch durch die Treiser Straße, auch die Bleichstraße wird als Ausweichstrecke stark befahren Die Stadt Staufenberg hat zur Verkehrsberuhigung eine Blitzersäule in Treis Installiert.

Dass eine Blitzersäule zur Verkehrssicherheit einen starken Beitrag leisten kann, konnte man am Freitag, den 8. April 2016, der Gießener Allgemeine entnehmen.

Auszug der Pressemeldung vom 08.04.2016:

„Der Erfolg der Geschwindigkeitsmesssäulen, auch Blitzer genannt, in Treis und Daubringen freut die Stadt Staufenberg. Nicht etwa, weil dieses Geld in die Stadtkasse spülen. Denn die Einnahmen sind mittlerweile erwartungsgemäß gesunken, da sich die Standorte herumgesprochen haben.

Doch genau darin sieht Bürgermeister Peter Gefeller einen positiven Effekt: »Es wird nun deutlich vorsichtiger hier gefahren.« Anwohner hätten bestätigt, dass im Bereich der Blitzer nun die Geschwindigkeitsbegrenzung eingehalten wird.

Insbesondere in Treis, wo Tempo 30 in der schmalen Ortsdurchfahrt gilt, habe dies ein Plus an Sicherheit gebracht, sagte Gefeller dieser Tage im Gespräch mit der Gießener Allgemeinen Zeitung.“

Deshalb sollte die Installation einer Blitzesäule in der Treiser Straße zeitnah zum Wohle der Bürger umgesetzt werden.

Sandra Henneberg

(Fraktionsvorsitzende)

 

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